la moitié

Bonjour tout le monde!

J’ai décidé d’écrire en français, car j’ai dépassé la moitié de mon séjour et j’aimerais bien essayer d’écrire un texte en français. Et je suis vraiment désolée s’il y a des gens qui ne comprennent pas, mais c’est la vie, soit vous apprenez à parler français, soit vous allez sur Google traduction ! Et je suis sûre qu’il y aura des fautes, puisque je ne parle toujours pas parfaitement français.

Oui, vous avez bien lu, c’est la moitié. C’est complètement fou, je n’arrive pas à le croire. Chiara, Ludovica et Lily, trois étrangères qui étaient à Fécamp pendant cinq mois, viennent de partir, et c’est trop bizarre qu’elles ne soient plus là maintenant. Et je sais que ces cinq mois qui me restent vont passer super vite, encore plus vite que le temps qui est déjà passé, parce que je sens que tout s’accélère…

Et, au fait, je peux vous rassurer, je vais bien! J’adore être ici, je me sens à l’aise dans ma famille d’accueil et j’adore mes amis du lycée et des scouts. Je suis heureuse (même si tout le monde en Suisse me manque!). Je travaille pour l’école, mais beaucoup moins que l’année dernière, donc je sais que ça sera dur l’année prochaine parce que je n’aurai plus l’habitude de travailler.

La semaine prochaine je vais aller à Lille, c’est une ville dans le Nord de la France, pour ceux qui ne connaissent pas. J’y vais avec WEP, mon association, mais je vais dormir chez mon oncle! Et le mercredi suivant j’ai une journée à Paris avec le Conservatoire de Fécamp. Et “bientôt” (dans trois semaines et demi) c’est les vacances, dont on passera la deuxième semaine au ski prés de Grenoble.

Comme d’habitude, je ne sais plus trop ce que je pourrais vous raconter. Bien sûr, vous pourrez toujours me dire s’il y a des trucs qui vous intéressent!

Je vous laisse pour l’instant, à bientôt!

Bisous,

Anna

PS: Si vous avez vu des fautes, ne vous moquez pas de moi s’il vous plaît!

 

lundi, 27/11/17

Deutsch

Auf Wunsch einiger meiner “wenigen Leser”, werde ich euch ein wenig mit “alltäglichen Geschichten langweilen”.

Heute bin ich um 8h45 aufgestanden, wie jeden Montag, und habe alleine gefrühstückt, weil alle anderen bereits in der Schule oder bei der Arbeit waren. Mein Gastvater war trotzdem zuhause, weil er von zuhause aus arbeitet. Eine Stunde später machte ich mich auf den Weg zur Schule, wo um 9h55 erst mal grosse Pause war, bevor dann um 10h10 der Unterricht begann.

Montagmorgens habe ich 2 Stunden Sport, wo wir im Moment Ping-Pong spielen, was ich nie so richtig als Sport empfunden hatte, aber es macht Spass und ich mache es gerne!

Um 12h hatte ich dann Mittagspause, wo ich wie fast jeden Tag nach Hause ging, da ich wirklich nur knappe 5 Minuten von der Schule wohne. Eine Stunde später kehrte ich wieder in die Schule zurück, da ich um 13h20 wieder Unterricht hatte.

Als erstes Fach hatte ich “Littérature et Societé”, ein Ergänzungsfach, das von der Schule für mich gewählt wurde. Wir sind aus allen secondes insgesamt zwischen zehn und fünfzehn Schüler, das heisst. wir machen eher Projekte als Prüfungen. Heute hielten wir eine in den letzten Wochen vorbereitete Debatte zum Thema “Les prix littéraites: Ont-ils encore une valeur?”. Danach zeigte uns die Lehrerin (die auch meine Französischlehrerin ist), Ausgaben des Magazins “La Vie Heureuse” aus den Jahren 1909 und 1910. “La Vie Heureuse”, welches später “Fémina” hiess, war das Magazin, welches den Literaturpreis “Fémina” inspirierte. Bei diesem Preis besteht die Jury ausschliesslich aus Frauen und er wurde gegründet, weil die Jurys der anderen grossen Literaturpreise aus Männern bestand.

Um 14h45 hatte ich dann “Histoire et Géographie” (wir haben nämlich manchmal 1,5 stündige Lektionen), wo wir in der ersten halben Stunde unsere Prüfungen zurückbekamen, ich hatte überraschenderweise 14,5! Um 15h10 bis 15h25 hatten wir dann Pause. Normalerweise hätten wir dann noch eine Stunde “Histoire et Géo”, aber der Lehrer hatte die Stunde ECM von Freitag auf heute verschoben. In ECM, was Education Civique et Morale bedeutet, hielten zwei Gruppen kleine Vorträge zu aktuellen Themen.

Als letztes, um 16h20, hatten wir noch Englisch, wo ich mir nicht mehr ganz sicher bin was wir gemacht haben, da ich in Englisch meist nicht wirklich aufpasse. Um 17h15 war ich dann endlich fertig.

Schnell kehrte ich dann im strömenden Regen und ohne Regenschirm nach Hause zurück, wo ich mein goûter ass, bevor ich eine Stunde später wieder aus dem Haus ging, da ich um 18h30 Cellostunde hatte.

Kurz nach 19h30 kam ich nach Hause, wo meine Gastschwester Pauline gerade mit ihren Englischhausaufgaben kämpfte. Es handelte sich dabei um ein simples Kreuzworträtsel zum Thema Thanksgiving, aber da sie wirklich unglaublich wenig Englisch versteht, war es doch etwas kompliziert! Ich half ihr also dabei und danach gab es Abendessen.

Jetzt ist es 21h und ich werde mich eventuell noch motivieren können, den Anfang meines Buches “Bel-Ami” von Maupassant für Französisch zu lesen. Ich muss es nämlich in zwei Wochen gelesen haben und ich hab noch nicht einmal richtig angefangen!

Bisous,

Anna

English

As requested by some of my “few readers”, I’m going to “bore you with stories from my daily life”.

Today I got up at 8.45 am like I do every Monday, and had breakfast alone because my host siblings and host mother had already left for school and work. My host father is at home most days because he works from home. An hour later I left for school, where the next lesson only starts at 10.10 am but there’s a 15-minute break beforehand that I usually spend with my friends.

Monday mornings I have two hours of sport, where we’re playing ping-pong at the moment which I never really considered as a proper sport but it’s fun and I enjoy doing it.

My lunch break then starts at 12 pm and I go home on most days because I really only live 5 minutes from school. An hour later I went back to school, where lessons start for the afternoon at 1.20 pm.

My first subject was “Littérature et Société”, an optional subject that the school chose for me. We’re about ten to fifteen people from different classes which means we do a lot of projects and haven’t even had a real exam yet. Today we had a debate that we’d been preparing in the last couple of weeks on the topic “Les prix littéraires: Ont-ils encore une valeur?”. Afterwards, our teacher showed us editions of the magazine “La Vie Heureuse” from the years 1909 and 1910. “La Vie Heureuse”, later to be called “Fémina”, was the magazine that inspired the “Prix Fémina” whose jury consists of women only, because, at the time, the juries of all the other literary prizes were exclusively composed of men.

At 2.45 pm I had “Histoire et Géographie” (sometimes we have 1,5-hour lessons), where we got our exams back and I surprisingly got a 14,5! We then had our afternoon break from 3.10 pm to 3.25 pm. Normally, we’d have another hour of “Histoire et Géo” after that, but the teacher had exchanged it with an hour of ECM that we usually have on Fridays. In ECM, which means Education Civique et Morale, two groups held presentations on currently important topics.

Afterwards, at 4.20 pm, we had English and I’m actually not entirely sure what we did in English, as I barely pay attention. At 5.15 pm, I was finally finished.

Quickly, I walked home in the pouring rain and without a raincoat. At home, I ate my goûter and got ready for my cello lesson at 6.30 pm.

Shortly after 7.30 pm, I got home, where my host sister was struggling with her English homework which was basically a simple crossword puzzle about Thanksgiving, but considering that she really doesn’t understand or speak a lot of English, I think it was rather complicated. So I helped her with it and afterwards we had dinner.

Now it’s 9 pm and I might be able to motivate myself to start reading “Bel-Ami” by Maupassant, a book I have to have read in two weeks time. I haven’t even started yet!

Bisous,

Anna

 

presque trois mois!

Deutsch

Wie die Zeit verfliegt! Es sind nun tatsächlich schon fast drei Monate vergangen, seit ich die Schweiz verlassen habe…

Ich wusste im letzten Monat einfach nicht mehr, was ich erzählen kann, aus einem Leben, welches für mich so komplett zum Alltag geworden ist.

Heute sind die AutauschschülerInnen abgereist, die mit mir angekommen sind und sich für ein dremonatiges Programm entschieden haben. Dazu gehört Lise, eine Freundin von mir aus Belgien, die an meiner Schule war. Es war sehr schwer, mich heute Morgen von ihr zu verabschieden (wir hatten nach ihrem Abschiedsfest gestern Abend bei ihr übernachtet) und es wird einfach so komisch sein, dass sie nicht mehr da ist!

Ich würde so gerne mehr schreiben, aber ich weiss einfach nicht über was und ich möchte auch nicht meine wenigen Leser mit alltäglichen Geschichten langweilen… Also falls ihr Ideen habt, über was ich schreiben könnte, lasst es mich wissen!

Bisous,

Anna

 

English

How time flies! Nearly three months have passed since I left Switzerland…

In the last month, I just didn’t know what to write about I life which for me has become such a normal and daily life.

Today, all the exchange students who arrived with me and chose to stay for three months are leaving. This includes Lise, a friend of mine from Belgium, who went to my school. It was very hard to say goodbye to her this morning (we’d stayed the night at her house after her party last night) and it’s just unbelievably weird to think that she just won’t be here anymore!

I’d love to write more, but I just don’t know what, I also don’t want to bore my few readers with things from daily life. So if you have ideas on that matter, do let me know!

Bisous,

Anna

deux mois!

Deutsch

Schon zwei Monate habe ich im Baguetteland überlebt! Jetzt fehlen “nur” noch acht… Ich kann es echt nicht glauben, dass schon ein Fünftel meiner Zeit hier vorüber ist.

Ich bin ganz ehrlich: Ich merke langsam schon, wie ich meine Freunde und natürlich vor allem meine Familie mehr vermisse. Es kommen immer öfter Momente, in denen ich einfach vor mich hinstarre und über Menschen nachdenke, die mir so sehr fehlen, dass es wehtut. Aber andererseits wird es auch immer “normaler”, weit weg von meiner Familie und meinen Freunden zu sein und einfach via Skype, Telefon, E-Mail, Whatsapp und Snapchat mit ihnen den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Und mein Leben hier wird wirklich immer besser! Ich habe jetzt seit einer Woche Ferien… Ich war bei der Geburtstagsparty einer Freundin aus der Pfadi (Zoé), bei Alex in Rouen und mit drei Freundinnen aus meiner Klasse (Raphaëlle, Louise und Charlize) in Le Havre. Ich spüre langsam, wie Freundschaften sich vertiefen und dass mir doch Menschen fehlen würden, wenn ich jetzt von hier weggehen würde.

In wenigen Stunden fahre ich mit meiner Gastfamilie für ein paar Tage in die Bretagne, was sicher total schön wird! Am Donnerstag fahre ich dann nach Paris, wo ich bei meiner Gotte übernachte, bevor ich dann zwei Tage in Disneyland Paris mit anderen AustauschschülerInnen, wo ich dann endlich, endlich meine Freunde aus Paris wiedersehen werde!

An dieser Stelle möchte ich noch kurz etwas einbringen, für alle Schweizer, die planen, später einmal die Schweiz zu verlassen: NICHTS TOPPT DEN SCHWEIZER ÖV! Natürlich wusste ich, dass die Schweiz eines der weltweit besten ÖV-Systeme hat, aber irgendwie war mir das doch nicht so ganz bewusst, denn ich leide unter dem ÖV der Normandie. Nach Fécamp kommen vielleicht sechs Züge am Tag, der Bahnhof besteht aus einem Gleis und die Züge bestehen aus maximal zwei Wagen! Und das hier ist kein Dorf, sondern eine Kleinstadt mit 20’000 Einwohnern!

So das wars glaub ich langsam!

Bisous,

Anna

 

English

I’ve survived two months in a country of carnivores, I can’t believe it! It’s incredible that already one fifth of my time here is over…

I’m going to be completely honest: I am starting to miss my friends and especially my family more and more. The moments, in which I stare into space thinking about people I miss so much it hurts, just occur more often. On the other hand, it’s become a lot more “normal” to be so far away from everyone and to just keep in touch via Skype, phone calls, e-mail, Whatsapp and Snapchat.

And my life here is getting better and better! I’ve had holidays for a week now… I was invited to a friend’s (Zoé) birthday party, I went to see Alex in Rouen and I went to Le Havre with three friends from my class (Raphaëlle, Louise and Charlize). I can feel friendships getting deeper and that there are people I’d miss if I were to leave now.

In a few hours’ time I’m leaving for Brittany with my host family, which I’m sure is going to be really nice! Then on Thursday I’m going to Paris where I’ll stay the night at my godmother’s house before going to Disneyland the next day with lots of other exchange students, where I’ll finally see my friends from Paris again!

I’d like to say something for all the Swiss people planning to live abroad later on in their lives: NOTHING IS BETTER THAN SWISS PUBLIC TRANSPORT! Of course I knew that Switzerland has one of the best public transport systems in the world but still I think I wasn’t totally aware of it because the public transport in Normandy is making me suffer! There are maybe ten trains a day in Fécamp, the station consists of one platform and the trains of two carriages – at the most! And I don’t live in a tiny village, it’s a town with a population of 20’000 people!

So I think this is it!

Bisous,

Anna

mont st. michel et rouen

Deutsch

Ja, mir geht es gut! Sehr gut sogar. Ich weiss einfach langsam nicht mehr was schreiben, da ich mich wirklich in einen Alltag eingelebt habe…

Am Freitag war ich mit den anderen AustauschschülerInnen beim Mont St. Michel, was unglaublich beeindruckend war!

Und das Wochenende habe ich mit zwei Freundinnen aus Paris in Rouen verbracht. Rouen ist eine wunderschöne Stadt, die etwa eine Stunde entfernt ist.

Ich habe inzwischen wirklich Freundschaften geschlossen, die sich immer mehr vertiefen.

Mittlerweile habe ich auch bemerkt, dass mir das Sprechen immer leichter fällt und ich immer öfter ein paar Gedanken direkt auf Französisch habe!

Ich habe jetzt noch diese und nächste Woche Schule und danach zwei Wochen Ferien!

A bientôt,

Anna

 

English

Yes, I’m doing well! Very well, actually. I just don’t really know what to write anymore because not much happens on a day to day basis…

On Friday I went to Mont St. Michel with the other exchange students which was incredibly impressive!

I spent the weekend in Rouen with two friends from Paris. Rouen is a beautiful city about an hour from Fécamp.

In the meantime I really have made friends that I’m getting to know and love a bit more every day.

I’ve realised that talking comes a lot easier to me and more and more often I think a little bit in French!

I only have this week and next week left of school and then I’ll have two weeks of holidays!

A bientôt,

Anna

un petit update :)

Deutsch

Viel hat sich seit meinem letzten Post nicht getan, ich lebe mich einfach weiter ein und lasse die Dinge ihren Lauf nehmen…

Was sich komisch anfühlt, ist der Gedanke, dass ich in einer Woche schon einen Monat hier bin und dass dann von den ewigen 10 Monaten plötzlich nur noch 9 übrig sein werden… Für mich war mein Austauschjahr immer etwas ewig andauerndes… Natürlich wusste ich, dass es irgendwann zu Ende gehen würde, aber richtig realisiert hatte ich es anscheinend doch nicht! Was ich auch kürzlich realisiert habe ist dass ich vielleicht nicht so bald wieder nach Hause zurückkehre, aber ich werde zurückkehren. Aber wenn diese Zeit hier vorbei ist, werde ich niemals wieder auf die gleiche Art hier sein wie ich es jetzt bin. Also muss ich die Zeit hier, auch wenn es vielleicht jetzt anfangs und auch später nicht immer so leicht ist, in vollen Zügen geniessen! (Valentin, falls du das lisisch, du bringst mi irgendwie immer dezue, sache z realisiere haha <3)

Es fühlt sich auch nicht so an als hätte ich meine Freunde und Familie seit mehr als einem Monat nicht mehr gesehen! Schliesslich ist das jetzt schon die längste Zeit, die ich jemals von meiner Familie getrennt war. Aber andererseits fühlt es sich dann doch wieder ewig her an, als ich mich dort am Bahnhof von meinen Eltern verabschiedet habe und der Zug losgefahren ist… Mein ganzes Leben zuhause fühlt sich einfach an wie eine andere Welt, was es ja eigentlich auch ist…

So jetzt genug mit meinen verwirrenden und wahrscheinlich völlig unverständlichen Gefühlen!

Letzten Samstag war ich bei den “scouts”, was ziemlich cool war! Und nächstes Wochenende ist schon ein “week-end”, auf das ich mich freue…

Auch in der Schule finde ich immer besseren Anschluss und habe langsam schon das Gefühl, Freunde gefunden zu haben, was unglaublich schön ist. Langsam haben wir auch Hausaufgaben und Tests, wo ich mir wirklich Mühe geben muss zu arbeiten weil ich ja eigentlich weiss, dass diese Jahr für mich gar nicht zählt…

Ich hoffe, euch geht es allen gut!

A bientôt,

Anna

 

English

Not much has changed since my last post, I’m just getting more and more used to life here and letting everything play out…

What feels strange is the thought that in a week’s time I’ll already have been here for a month and then suddenly the endless 10 months will only be 9… I always thought of my exchange year as something endless… Of course I knew it’d be over at some point but I don’t think I really understood! What I also realised recently is that I may not be going home very soon but I will go home at some point. But once I leave, I’ll never be here again in the way I am now. I might visit but I’ll never live here again. So that means I have to enjoy the time I have here now, even if it isn’t always easy!

It also doesn’t feel like I haven’t seen my family and friends for nearly a month (which is already the longest time I’ve ever been separated from my family). But on the other hand it feels like ages ago that I said goodbye to my parents at the station… My whole life at home feels like a completely different world (which it kind of is…).

So, that’s enough of my confusing and probably incomprehensible feelings!

At school I’m starting to find my place more and more and I actually feel like I’m making friends, which feels amazing. We’re starting to get more homework and tests and I really have to force myself to work because I know that the year doesn’t really count for me…

I hope you’re all doing well!

A bientôt,

Anna

s’habituer (pas à pas…)

Deutsch

Schritt für Schritt kehrt der Alltag ein…

In meiner Familie fühle ich mich immer noch sehr wohl, dazu gibt es ansonsten eigentlich nichts zu sagen!

Ich hatte am Montag meine erste Cellostunde und habe jetzt auch wieder angefangen zu üben (im Vergleich zu vorher…).

Am Samstag werde ich zusammen mit meinen Gastgeschwistern zu den “scouts” gehen, ich hoffe, dass ich da auch noch ein paar nette Leute kennenlernen werde!

In der Schule geht es langsam vorwärts, aber ich gebe mir die grösste Mühe, auf alle zuzugehen. Es ist jedoch nicht einfach, sich zu integrieren, wenn alle sich schon seit Jahren kennen. Aber ich habe das Gefühl, dass langsam alle aus meiner Klasse wissen, wer ich bin, das ist ja schon einmal ein Fortschritt!

Heute hatten wir jedoch einen sogenannten “journée d’integration”, wo wir am Morgen eigentlich eine Rallye durch ganz Fécamp machen sollten, diese fiel wegen des (Überraschung!) schlechten Wetters aus. Stattdessen sahen wir uns den Film “Demain” an und diskutierten darüber. Am Nachmittag fanden Basket- und Volleyballspiele statt. Für mich war das beste am heutigen Tag aber eindeutig, dass ich mit vielen verschiedenen Leuten geredet habe und wirklich das Gefühl habe, mich schrittweise besser zu integrieren (auch wenn alles ein wenig länger geht als man es sich immer vorstellt…).

Natürlich (denn was wäre nur ein Blogbeitrag ohne diesen Satz), kann ich mir immer noch nicht vorstellen, dass ich wirklich 10 Monate hier verbringen werde!

A bientôt,

Anna

English

Step for step I’m getting used to living here…

My host family is absolutely amazing, I can’t really say much more than that.

I had my first cello lesson on Monday and I actually started practising again, which I hadn’t really been doing before…

On Saturday I’ll be going to the “scouts” with my host siblings, where I hope to meet some nice people!

At school I’m making slow progress, I’m doing my best to talk to everyone. But it’s really hard to integrate oneself when everyone else has known each other for years! By now at least everyone in my class knows my name (I think) and that’s progress!

Today we had a “journée d’integration”, where we were supposed to be doing a rally through Fécamp, which was cancelled because of the (surprise!) bad weather forecast. Instead we watched the film “Demain” and talked about it afterwards. In the afternoon, we played some basket- and volleyball. The best thing about the day for me was that I talked to lots of different people, and little by little I am feeling more integrated (even though it’s all taking a bit longer than I’d always imagined…).

But of course (because what would a blogpost be without this sentence) I still can’t believe that this isn’t just a holiday, that I’m actually staying here for 10 whole months!

A bientôt,

Anna xx

 

la première semaine

Deutsch

Schon und erst seit einer Woche bin ich jetzt hier. Ich habe immer noch nicht realisiert, dass ich jetzt wirklich 10 Monate lang hier bleibe.

Bei meiner Gastfamilie läuft soweit alles gut, es ist aber natürlich immer noch komisch, einfach bei einer mehr oder weniger fremden Familie zu leben.

In der Schule bin ich seit gestern nicht mehr mit allen anderen AustauschschülerInnen in der Klasse, die meisten sind jetzt nämlich in der Première oder der Terminal. Ich bin jetzt mit nur noch einem anderen Austauschschüler in der Klasse (abgesehen von drei Spanierinnen, die aber nur einen Monat bleiben).

Mit den Leuten aus meiner Klasse habe ich mich auch schon ziemlich unterhalten, bei einigen davon kann ich mir gut vorstellen, mich mit ihnen anfreunden zu können! Es ist aber generell schwieriger, mit ihnen Kontakt aufzunehmen als mit den anderen AustauschschülerInnen…

Mit dem Französisch komme ich eigentlich ziemlich gut klar, ich mache natürlich oft Fehler (viel auch solche, die ich nicht machen sollte!), aber das ist ja normal. Ich muss auch ab und zu ein bisschen nach den richtigen Worten suchen, was sehr frustrierend sein kann. Und es macht unglaublich müde! Ich merke aber jetzt schon, wie mir das Sprechen leichter fällt als vor einer Woche (vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein) und ab und zu denke ich ein paar Worte Französisch…!

Danke fürs Mitlesen und bis bald,

Anna xx

English

It’s already and only been a week since I arrived here in Fécamp. I still can’t grasp that this is where I’ll be living for 10 months.

In my host family everything’s been great so far, but of course it’s still really weird to live with people who were strangers not long ago.

Yesterday, most of the exchange students left my class, so now there’s only one other exchange student besides me and three Spanish girls, who are only staying for a month though.

I’ve talked to quite a few people in my class and they all seemed really nice and I could imagine becoming friends with some of them! But in general, it’s harder to talk to them than to the other exchange students…

My French is actually going pretty well, I make quite a lot of mistakes of course (and loads I shouldn’t be making!), but that’s completely normal. Sometimes I need to think and search for the right things to say, which is incredibly frustrating. And it’s so tiring!! But already now, I feel a lot more confident speaking French than I did only a week ago and from time to time French words actually pop into my head…!

Thanks for reading and I’ll be back soon enough,

Anna xx

premier jour de l’école!

Deutsch

Heute war mein erster Schultag. Da ich erst um 10h30 dort sein musste, konnte ich gemütlich  aufstehen, bevor ich mich zusammen mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester auf den Weg machte.

Dort angekommen, sahen wir auf den Klassenlisten, dass ich in der 2nd 1 sein würde, zu unserem Erstaunen zusammen mit den anderen acht Austauschschülern aus Fécamp, obwohl einige von ihnen eigentlich in der Première oder sogar der Terminal sein sollten!

Kurze Zeit später sass ich mit 30 anderen Schülern in einem Klassenzimmer und wir hatten bis 12h eine Art Klassenstunde. Ich sass neben einem Mädchen, das mir netterweise alles erklärte, was ich nicht verstand (was aber zum Glück nicht allzu viel war)! Zu meinem Entsetzen sah ich auf dem Stundenplan, dass ich jeden Tag ausser Mittwoch von 8h bis 17h15 Schule haben würde… Das ist nun aber doch nicht ganz der Fall, weil vieles wegfällt, weil ich die Fächer teilweise gar nicht habe!

Danach hatten wir Mittagspause, die ich mit den anderen AustauschschülerInnen in der “Cantine” verbrachte. Ich sprach aber trotzdem Französisch, denn wir sprechen untereinander eigentlich nur Französisch, nur mit einem aus den USA und dem Australier spreche ich Englisch.

Nach der Mittagspause hatten wir “Littérature et Société”, in das wir alle komischerweise einfach eingeteilt wurden. Dort erzählte uns die Lehrerin aber, wie schwer das Fach ist, wenn man nicht gut Französisch kann… Warum wir also dort eingeteilt wurden, weiss keiner so genau!

Danach stand eigentlich “Histoire et Géographie” auf dem Stundenplan, aber als wir in dem Zimmer ankamen, erklärte uns der Lehrer, dass jetzt “SES” (das ist irgendwas mit Économics) an der Reihe war. Da der Grossteil von uns AustauschschülerInnen das aber gar nicht hat, hatten wir plötzlich um 15h frei! Dann sagte man uns auch noch, dass das “Histoire et Géographie”, das mit dem “SES” morgen früh getauscht wurde, morgen auch noch ausfällt! Wir haben also morgen erst um 9h30 Schule.

Also bin ich nach der Schule noch mit ein paar anderen Austauschschülerinnen in ein Café gegangen, was super war!

Alles in allem war es ein sehr chaotischer sowie anstrengender Tag, aber ich habe ein gutes Gefühl bei allem.

English

Today was my first day of school. Because I only had to be there at 10h30, I could sleep in and then walk to school with my host mother and sister.

Once we’d arrived, we saw on the class lists that I was going to be in 2nd 1, as well as all the other exchange students, which is incredibly weird, because some of them are supposed to be in première or even terminal!

Shortly afterwards, I was sitting in a classroom with 30 other students, listening to our “prof principale”. Till 12h, we basically did nothing, apart from receiving information about the school. Apparently, we’ll be going on a trip to Ireland next year! To my horror, I (according to my times table) have school everyday, apart from Wednesday, from 8h to 17h15. This isn’t really the case though, because I don’t even have all the classes on my times table! And they said it was probably going to change anyway…

After that, we had our lunch break, which I spent in the “cantine” with the other exchange students. I spoke French anyway though, because I speak French with most of the other exchange students!

After lunch, we had “Littérature et Société”, a class all of us exchange students were weirdly just put in, especially because the teacher told us how hard it is if you don’t speak French very well.

We were supposed to have “Histoire et Géographie” after that, but when we arrived at the classroom it was supposed to be in, the teacher told us that there was going to be “SES” (something with Économie) instead. Because most of us exchange students don’t have that, we were done with school for the day! At first, they told us that we’d have the “Histoire et Géographie” tomorrow morning, but then two minutes later they said it wasn’t going to take place, which means we have school at 9h30 tomorrow morning.

So I went to a café with some of the other exchange students, which was really fun!

All in all it was a chaotic and challenging day, but I feel like it’s going to turn out all right.

fécamp!

Deutsch

Gestern bin ich endlich bei meiner Gastfamilie in Fécamp angekommen. Ich hatte regnerisches oder zumindest bewölktes Wetter erwartet, aber der Himmel war strahlend blau und es war kein Wölkchen in Sicht!

Gleich nach meiner Ankunft fuhren wir zu meiner Local Rep nach Hause, wo auch die anderen AustauschschülerInnen aus Fécamp zum “Goûter” eingeladen waren.

Nachdem ich mit einigen von ihnen geredet hatte, wurde mir klar, wie viel Glück ich habe, dass ich im Zentrum von Fécamp wohne, denn einige von ihnen müssen morgens eine halbe Stunde Bus fahren! Da weiss ich die knappen fünf Minuten zu Fuss zu schätzen…

Danach sind wir ans Meer gefahren. Es ist so wunderschön!!! Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt ein Jahr hier leben darf…

Später haben wir dann zu Hause gegessen und ich fing an, meine Sachen auszupacken und einzuräumen. Mein Zimmer ist total gemütlich!

Heute räumte ich weiter mein Zimmer ein, spielte ein paar Spiele mit den Kindern und wir gingen spazieren.

Morgen ist mein erster Schultag, ich bin total aufgeregt!

 

English

Yesterday, I finally arrived in Fécamp at my host family’s house. I had been expecting rainy or at least cloudy weather but the sky was blue and the sun was shining!

Right after my arrival we drove to my local rep’s house, where we, as well as all the other exchange students in Fécamp, were invited for a “Goûter”.

After talking to some of them, I realised how lucky I am to live in the centre of Fécamp because some of them have a 30 minute bus ride to school every morning. Suddenly I really appreciated my five minutes walk.

Afterwards we drove to the sea. It’s so incredibly beautiful! I can’t believe I’m lucky enough to live here for a year now…

Later we had dinner at home and I started unpacking my stuff and organising my room. My room’s so nice!

Today I finished my room, played some games with the children and we went on a short walk to my school and through Fécamp.

Tomorrow’s my first day of school, I’m so nervous!

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